Berichte


08.08.2026 - Vortragsveranstaltung

"Der Kimono - 着物  - im Wandel der Zeiten"
mit Dr. Carolin Becke, Hamburg

Der Kimono - 着物 - ist weit mehr als ein traditionelles Kleidungsstück Japans: Er ist Ausdruck von Geschichte, Gesellschaft, Ästhetik und kultureller Identität. Der Vortrag zeichnete die Entwicklung des Kimonos von seinen Ursprüngen bis in die Gegenwart nach.

Ein besonderer Fokus lag hierbei auf der Blütezeit der Kimono-Industrie während der Edo-Zeit (1603–1868), in der sich eine vielfältige Textil- und Modekultur entwickelte. Darüber hinaus wurde beleuchtet, wie sich der Kimono vom alltäglichen Kleidungsstück zu einem Symbol japanischer Tradition wandelte und welche Bedeutung er heute in Mode und Popkultur besitzt.
Die Referentin Dr. Carolin Becke ist Japanologin und Kulturwissenschaftlerin aus Hamburg. In ihrer Forschung beschäftigt sie sich mit japanischer Kleidungsgeschichte, insbesondere mit der Entwicklung und Bedeutung des Kimonos in der japanischen Gesellschaft. Ihre Promotion, die sie 2022 abschloss, widmete sich dem Thema Kleidung und Jugendkultur im Kontext des japanischen Tags der Volljährigkeit (Seijin no Hi).

04.07.2026 - Sommerfest

Wie in den vergangenen Jahren üblich fand auch in diesem Jahr wieder ein Sommerfest der DJG Lüneburg statt. Die Mitglieder fanden sich zum gemütlichen Beisammensein im Restaurant El Paso ein.
Mit einem umfangreichen und vielfältigen Tapas-Buffet war für das leibliche Wohl gesorgt. Bestehende Kontakte konnten gepflegt werden, gleichermaßen auch neue Freunschaften geschlossen werden. 

10.06.2026 - Stammtisch

Am 10.06.2026, fanden sich die Mitglieder der DJG sowie einige weitere Interessierte zum ersten Stammtisch - Shinbokukai 親睦会 - im Brau- und Tafelhaus Mälzer ein. 
Die Veranstaltung fand auf Anregung aus den Reihen der Mitglieder statt und stieß auf gute Resonanz. In einem formlosen Rahmen und ohne festes Programm nutzten alle die Möglichkeit zu Austausch und Gesprächen.

05.06.2026 - Musik und Lesung

Japanische Mächen mit Musik

Im Forum der Musikschule Lüneburg wurde den interessierten Besuchern eine etwas andere Art von Musikkonzert geboten.

Es handelt sich um eine besondere Kombination von Märchen und Musik, anders als klassische Konzertveranstaltungen. Lesungen von japanischen Märchen auf der einen Seite werden ergänzt durch passende musikalische Begleitungen auf der anderen Seite.
Das Programm wurde musikalisch gestaltet von Kanae Abe (Flöte) und Makiko Eguchi (Klaiver), als Erzähler der Märchen fungierte Moritz Blattermann.
Die Besucher zeigten ihre Begeisterung über diese besondere Aufführungsform durch anhaltenden Beifall zum Ende der Veranstaltung.

09.05.2026 - Tagesausflug

Samuraimuseum Berlin

Das Samurai Museum Berlin beherbergt eine der weltweit größten Privatsammlungen authentischer Samurai-Artefakte. Über einem auf 1.500qm ausgebreiteten Museumsparcour führen historische Objekte und multimediale Installationen auf eine interaktive Entdeckungsreise in die Welt der Samurai. 

Jahrhundertelang prägten die Ritter aus Japan die Geschichte des Landes, sowohl auf dem Schlachtfeld als auch am kaiserlichen Hof. In der Dauerausstellung bringen über 1.000 Objekte Lebensweise, Kunst und Traditionen des feudalen Japans nahe. 
Interaktive Installationen, Touchscreens, Gigapixelaufnahmen, CT-Scans und drehende Vitrinen, bieten einzigartige Einblicke in die außerordentliche Kunstfertigkeit der traditionellen japanischen Handwerkskunst. Nicht nur Rüstungen und Waffen, sondern auch dekorativer Schwertschmuck, Holzschnittdrucke, Skulpturen und Teeutensilien beleuchten die bis heute anhaltenden kulturellen Einflüsse der Samurai.

Im Anschluss an die Führung im Museum begab sich die Gruppe zum japanischen Restaurant "Shinju", in dem umfangreiche japanische Küche geboten wurde. Hier wurde auch die Gelegenheit zu Austausch und Gesprächen untereinander genutzt.

Da auch die Deutsche Bahn fast pünktlich fuhr, hatten alle einen schönen Tag miteinander.

11.04.2026 - Vortragsveranstaltung

"Gefangen in Fernost - Leben als Kriegsgefangener in Japan 1914 - 1920"
mit Andreas Mettenleiter, Würzburg

Dr. Mettenleiter kam aus Würzburg nach Lüneburg und berichtete über das Leben des Würzburger Kaufmanns Wilhelm Köberlein. Grundlage des Vortrages waren die Inhalte seines Buches "Gefangen in Fernost - Sechs Jahre im Leben des Würzburger Kaufmanns Wilhelm Köberlein".

Als der Würzburger Wilhelm Köberlein im Frühjahr 1914 in den Ostsibirischen Kurierzug stieg, um im russischen Wladiwostok eine Stelle bei der Firma Kunst & Albers anzutreten, konnte er nicht ahnen, dass ihn 5 ½ Jahre japanischer Kriegsgefangenschaft erwarteten.
Denn nach Ausbruch des Ersten Weltkrieges, als alle deutschen Staatsangehörigen aus Wladiwostok ausgewiesen wurden, reiste der Unterfranke über Japan nach Tsingtau, um sich an der Verteidigung der deutschen Kolonie zu beteiligen. Dort geriet er im November 1914 in Gefangenschaft und konnte erst 1920 wieder nach Deutschland zurückkehren.
Die Korrespondenz und das Tagebuch Köberleins aus dieser Zeit sowie eindrucksvolle Fotos waren Grundlage des Vortrages, in dem sich auch das Lager Bandō - auf dem heutigen Gebiet unserer Partnerstadt Naruto - wiederfand.

14.03.2026 - Workshop

"Furoshiki (jap. 風呂敷 ) - Verpackungskunst aus Japan"
mit Keiko Wakita, Walsrode

Die japanische Verpackungskunst "Furoshiki" (jap. 風呂敷) war das Thema eines Workshops im Museum Lüneburg. Keiko Wakita war aus Walsrode gekommen und brachte den Teilnehmern die historischen Hintergründe des Furoshiki in einem einleitenden Vortrag näher. Im Anschluss konnten sich die Teilnehmer an der praktischen Umsetzung mit mitgebrachtFuren Alltagsgegenständen versuchen.

 

Ein Furoshiki ist ein quadratisches Tuch, das in Japan traditionell als Verpackung und als Tragebeutel genutzt wird. Der Begriff stammt aus der Edo-Zeit (1603 - 1868) und bedeutet „Bade-Tuch“. Damals war es in öffentlichen Badehäusern üblich, die eigene Kleidung in solchen Tüchern aufzubewahren, doch dürfte ein ähnlicher Gebrauch - etwa unter Händlern - bis auf die Nara-Zeit (710 - 794) zurückgehen. 
Als Materialien kommen heutzutage Kunstfaser, Baumwolle oder Seide vor, die Größen bewegen sich in einer Kantenlänge ab 45 cm bis 100 cm. 
Furoshiki, die oft mit traditionellen Mustern bedruckt oder im Shibori-Stil gefärbt sind, werden zum Verpacken von Geschenken verwendet, aber auch zum Einpacken der in Japan viel genutzten Imbissbehälter (Bentō), wo sie gleichzeitig Tischset oder Serviette ersetzen. 
Nach dem Zweiten Weltkrieg ging die Nutzung dieser Tücher stark zurück: Für tägliche Einkäufe wurde immer mehr der Plastikbeutel bevorzugt. Der Recycling-Gedanke und Ansätze zum Umweltschutz im Alltag führten um das Jahr 2000 zu einer Wiederbelebung dieses japanischen Kulturerbes.

23.01.2026 - Shinnenkai

Neujahrsfeier der DJG Lüneburg

Als erste Veranstaltung des neuen Jahres veranstaltete die DJG Lüneburg am 23.01.2026 im Stadtteil- und Gemeindehaus KredO ihre tradiotionelle Neujahrsfeier.
Knapp 60 Mitglieder und Freunde nahmen teil. Zu den Gästen gehörte auch Generalkonsul Shinsuke Toda aus Hamburg. 

Shinsuke Toda

Nach der Begrüßung durch den Vorsitzenden Volker Geball richtete Generalkonsul Toda ein Grußwort an die Gäste. Er bedankte sich für die langjährigen Aktivitäten der DJG Lüneburg, würdigte in diesem Zusammenhang die Partnerschaft zwischen Lüneburg und Naruto als älteste Städtepartnerschaft im Konsulatsbereich Hamburg und stellte die gute Zusammenarbeit heraus.
Nachdem der Naruto-Chor der DJG Lüneburg einige Lieder gesungen hatte, erfreuten sich die Teilnehmer der Veranstaltung am reichhaltigen Buffet. Bei der folgenden Tombola konnten einige schöne Preise gewonnen werden, wie z.B. Sonderbriefmarken mit DJG- und Japanmotiven.
Der Hauptteil des Abends wurde dann dem persönlichen Austausch gewidmet, bei dem alte Freundschaften gepflegt und neue gefunden wurden.