Deutsch-Japanische Gesellschaft zu Lüneburg e.V.

リューネブルク独日協会

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リューネブルク独日協会

Berichte



10.11.2016 - Vortragsveranstaltung


Misa Piper aus Hamburg kam nach Lüneburg und berichtete unter dem Titel "Wildes Japan - Mit dem NDR-Filmteam quer durch Japan" über die Entstehung der TV-Dokumentation, die 2010 erstmalig gesendet wurde. Die internationale Version „Wild Japan“ wurde im Jahr 2011 für die Emmy Awards nominiert.

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Piper war bei der Erstellung dabei und berichtete über ihre Erlebnisse: „Unter großen Erwartungen von uns dreien begann Anfang Mai 2007 unsere erste Reise zu Filmaufnahmen nach Japan. Unser Film wurde nach drei langen Jahren bis Ende Mai 2009 mit insgesamt vier Japanreisen und einem Japanaufenthalt von neun Monaten fertiggestellt. Seit unserem Aufbruch aus Deutschland gab es bis zur Rückkehr zwei bis drei Monate später, abgesehen von Tagen mit schlechtem Wetter, die das Filmen unmöglich machten, keinen freien Tag. Um die wunderbaren Momente der Tiere mit der Kamera einzufangen, konnten wir uns keine Pause erlauben. Meine Aufgabe war neben dem Dolmetschen vor Ort das Erkunden des Lebensraums der für Japan spezifischen Wildtiere, die das Team filmte. Außerdem hielt ich den Kontakt zu den Forschern und organisiert die Unterkünfte, d.h. ich kümmerte mich um alles bis auf das Filmen selbst. Die zurückgelegte Entfernung der Reise betrug jedes Mal über 14.000 km.“
Im Vortrag wurde deutlich, dass es mit besonderen Schwierigkeiten verbunden ist, einen Film zu erstellen, bei dem Natur und Tiere durchgängig dargestellt werden.

02.09.2016 - Gemeinschaftsveranstaltung


Bereits zum neunten Mal führten die DJG'en aus Winsen/Luhe, Kiel und Lüneburg ein gemeinsame Veranstaltung durch. Gastgeber war in diesem Jahr die DJG Lüneburg.
Nachdem sich die Teilnehmer am Bahnhof Lüneburg getroffen hatten, folgte ein kleiner Spaziergang zum Kloster Lüne. Dort konnten im Rahmen einer Führung viele Eindrücke vom Klosterleben in früherer Zeit bis hin zur Gegenwart gewonnen werden. Die Klosteranalge wurde 1172 gegründet und ist in ihrer Gesamtheit bis heute erhalten. Der Klosterhof, der auf drei Seiten von gotischen Fachwerkgebäuden aus dem 15. und 16. Jahrhundert eingerahmt wird, öffnet sich zur vierten Seite zu einem interessanten Kontrast, einem spätbarocken, rosafarbenen Gästehaus. Während einer Klosterführung wurde die beeindruckende Ausstattung des Klosters deutlich: die Kreuzgänge, die Buntglasfester aus dem 14. Jahrhundert, das Refektorium mit den Seccomalereien, der Sarggang und die bemalten, ehemaligen Nonnenzellen aus der nachreformatorischen Zeit.
Im Rahmen des Aufenthalts im Kloster konnte auch das Textilmuseum besichtigt werden, in dem sich von den Lüner Benediktinernonnen und evangelischen Stiftsdamen gefertigte textile Kunstwerke befinden. Besonders berühmt sind Wirk- und Stickarbeiten in Wolle auf Leinwand, die ältesten Stücke sind von 1250.

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Nach derart viel geistiger Nahrung wurde bei einem gemeinsamen Mittagessen im Vier- und Eventhaus "Krone" bei einem Mittagbuffet auch das leibliche Wohl gebührend berücksichtigt.
Beim anschließenden Rundgang durch die Altstadt von Lüneburg bekamen die auswärtigen Teilnehmer einen Eindruck von der baulichen Vielfalt historischer Gebäude in der Lüneburger Innenstadt.
Abschließend zeigten sich alle Teilnehmer begeistert und freuten sich auf ein Wiedersehen im nächsten Jahr in Kiel.

17.08.2016 - Vortragsveranstaltung


Wie schon in früheren Jahren kam Kenji Kamino, Hannover, nach Lüneburg, um über Aspekte der japanischen Kultur vorzutragen. Sein Thema lautete dieses Mal "Japanische Esskultur - Was essen die Japaner außer Sushi?"

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Die japanische Esskultur entstand im 10. Jahrhundert unter den Einflüssen der altchinesischen Philosophie („Negativ-Positiv-Fünf-Elemente-Theorie“). Sie entwickelte sich unter natürlichen sowie gesellschaftlichen Bedingungen weiter und vollendete ihre Gestalt in der Edo-Epoche (1603 – 1868). Ein außerordentlich wichtiger Aspekt in der japanischen Esskultur ist die Saisonalität. Dazu kommen feine, sinngemäße Schneidetechniken bei den Rohmaterialien sowie die Ästhetik bei der Darreichung von Speisen. Bei dieser spielen Form, Material und Farbe der unterschiedlichen Essgeschirre eine wichtige Rolle. Auf Genießer-Seite sind angemessene Tischmanieren erforderlich.
Was typisch japanischen Geschmack anbetrifft, ist Umami der wichtigste Grundgeschmack. Er ist unter anderen in Dashi (Absud von getrockneten Shiitake-Pilz, Bonito und Riementang) enthalten. Neben dem Dashi sind Miso (Sojabohnenpaste), Sojasoße und Mirin (gesüßter Sake) auch typisch japanische Gewürze, die mittels Kōji (einer Art Hefe) fermentierte Nahrung sind.
Seit dem Ende der Edo-Periode wurde die japanische Esskultur durch Einflüsse verschiedenster fremder Esskulturen immer vielfältiger. Im vorliegenden Vortrag wird ein Querschnitt volkstümlicher Speisen präsentiert. Darüber hinaus werden die Kultur des Bentō (Lunch-Box) sowie der Verzehr von giftigem Kugelfisch erläutert.
Die traditionelle Esskultur Japans wurde im Jahr 2013 als UNESCO-Weltkulturerbe eingetragen. Einer der Gründe dafür war die Hochschätzung der Natur in der japanischen Esskultur.
Obwohl sich unter den Zuhörern viele Japan-Kundige befanden, konnten alle eine Vielzahl neuer Informationen und Eindrücke mit nach Hause nehmen.

06.08. - 07.08.2016 - Wochenendfahrt


Voller Erwartung trafen sich 16 Mitglieder der DJG Lüneburg am Bahnhof, um die Reise nach Würzburg anzutreten. Mit tatkräftiger Unterstützung von Wolfgang und Waltraud Klein-Langner von der Siebold-Gesellschaft war ein umfangreiches Programm zusammengestellt worden.

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Bei einem Besuch des vom Ehepaar Klein-Langner betreuten Siebold-Museums hörten die Teilnehmer vieles zur Person von Philipp Franz von Siebold, ... Dazu wurde die gerade stattfinden Ausstellung "Die Macht des Bogens" besichtigt.
Darüber hinaus kamen auch die Sehenswürdigkeiten der Stadt Würzburg nicht zu kurz: Nach einem Rundgang in der Residenz konnte auch die Festung Marienberg mit zahlreichen Ausblicken besichtigt werden. Der erste Tag wurde mit einem gemeinsamen Abendessen im "Würzburger Hofbräukeller" beendet.

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Hauptprogrammpunkt des zweiten Tages war eine Führung durch das Julius-Spital. Bemerkenswerter Weise ist dem Spital ein Weingut angegliedert, dessen Räume sich in den Kellerbereichen befinden. Neben der Besichtigung konnten hier auch mehrere Weine verkostet werden. Am Sonntagnachmittag traten alle erschöpft, aber hochzufrieden die Heimreise antreten.

11.06.2016 - Kochkurs


Unter dem Motto "Bento spezial" traf sich eine Gruppe Interessierter in der Küche der Evangelischen Familienbildungsstätte, um unter Anleitung von Mariko Aoshima aus Hamburg diese Art der japanischen Küche kennenzulernen.

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Zunächst gab es eine kurze theoretische Einführung in das Thema. Bento gab es schon im 5. Jahrhundert und es ist bis heute im täglichen Leben zu finden. Danach wurden verschiedene Arten von Speisen hergestellt, die sich beim Bento wiederfinden: Omelett, Reisbällchen, gekochtes Fleisch, gegrillter Fisch u.a.
Zum Abschluss wurden die Speisen gemeinsam verzehrt. Alle traten den Heimweg mit einer Vielzahl neuer Eindrücke an.

28.05.2016 - Grillnachmittag


Schon zum wiederholten Male trafen sich die Mitglieder der DJG Lüneburg zum gemütlichen Beisammensein im Rahmen eines Grillnachmittages. Die Veranstaltung fand in bewährter Form auf der Anlage der Marinekameradschaft Lüneburg statt.

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Nach einer kurzen Begrüßung des Vorsitzenden Volker Geball widmeten sich die Teilnehmer dem leckeren Grillgut und den Salaten. Es gab bewusst kein weiteres Programm, der Schwerpunkt lag auf Gesprächen miteinander. Dies erfolgte in vielfältiger Form.
Alle waren sich einig, diese Art Veranstaltung im nächsten Jahr zu wiederholen.

21.04.2016 - Mitgliederversammlung


Der Vorsitzende Volker Geball begrüßte die Mitglieder der DJG Lüneburg zur regulären Mitgliederversammlung im Restaurant Adlerhorst.
Nach den Formalien wurden die Aktivitäten des Vereins im vergangenen Jahr dargestellt. Ein Höhepunkt war der Besuch der Delegation aus unserer Partnerstadt Naruto im Juli 2015. Daneben gab es eine Vielzahl verschiedener Veranstaltungen wie Vorträgen, Musikveranstaltungen und anderne gemeinsamen Aktivitäten.
Besonders hervorgehoben wurde die Neugestaltung der "Naruto-Ecke" im Wasserturm Lüneburg. Diese wurde erweitert und findet sich nun in neuer Form und deutlich erweitert in der vierten Etage des Wasserturms.
Der Schatzmeister Jens Lübberstedt konnte von einer soliden Finanzlage berichten, die Kassenprüfer bestätigten eine korrekte Kassenprüfung. Somit wurde der Vorstand einstimmig entlastet. Nach dem Ableben des früheren Kassenprüfers Günther Schirrmacher war eine Neuwahl erforderlich. Monika Ehrhardt erklärte sich zur Übernahme dieser Funktion bereit und wurde einstimmig gewählt.
Abschließend gab der Vorsitzende Volker Geball einen Überblick über die anstehenden zukünftigen Aktivitäten.

16.04.2016 - Shogi / Japanisches Brettspiel


Der Todestag jenes Mannes, der nach blutigen Schlachten die Bürgerkriegswirren der blutigen Sengoku-Ära beendet und zu Beginn des 17. Jahrhunderts den fernöstlichen Archipel geeinigt hatte - das war bekanntlich der Shogun Tokugawa Ieyasu - , jährt sich 2016 zum 400. Mal. Und ausgerechnet dieser legendäre Stratege hatte nebenbei noch Zeit gefunden, ein in Japan damals wie heute äußerst populäres Brettspiel in den Rang einer echten Staatsaufgabe zu erheben, nämlich die japanische Schachvariante "Shogi", für die der Shogun persönlich 1612 das Profitum einführte.

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Diesen historischen Hintergrund nahm die DJG Lüneburg zum Anlass, den shogi-Experten Rene Gralla aus Hamburg einzuladen, um das Spiel vorzustellen. Im Restaurant Adlerhorst gab er zunächst eine kurze Einführung in den historischen Hintergrund. Anschließend wurden die Regeln des Spiels erklärt und es bestand die Möglichkeit, das Gelernte gleich praktisch auszuprobieren.

12.03.2016 - Taiko-Workshop


„Taiko“ heißt wörtlich übersetzt „Dicke Trommel“. Dahinter verbirgt sich traditionelle japanische Trommelkunst, die seit einigen Jahren auch an verschiedenen Orten in Deutschland betrieben wird. Eine der Gruppen ist „Yo-Bachi-Daiko“ aus Hamburg. „Yo-Bachi“ steht für „tanzende Stöcke“. Die Ursprünge dieser Gruppe gehen zurück in das Jahr 1998, eine feste Zusammensetzung für Auftritte fand sich 2004 zusammen.

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Nachdem wir "Yo-bachi-Daiko" im Januar 2015 beim Shinnenkai der DJG Lüneburg erleben konnten, bestand nun die Möglichkeit, Taiko einmal selbst auszuprobieren und praktisch die Faszination dieser Trommelkunst kennen zu lernen. Unter Anleitung von Mitgliedern der Gruppe aus Hamburg fand sich eine interessierte DJG-Mitglieder in den Räumlichkeiten des Aikido-Dojos Lüneburg ein und lernten die Grundzüge des Taiko kennen. Nach einer kurzen theoretischen Einführung wurden einfache Arrangements ausprobiert.
Alle waren begeistert von einer Vielzahl neuer Erfahrungen.

22.01.2016 - Shinnenkai / Neujahrsfest


Als schon traditionelle Veranstaltung feierten Mitglieder und Gäste der DJG am 22.01.2016 im Glockenhaus Lüneburg das Neujahrsfest. Als Gäste konnte der Vorsitzende Volker Geball den Leiter des Japanischen Generalkonsulats Hamburg, Takao Anzawa, und seine Frau Adele begrüßen. Dieser stellte in seinem Grußwort heraus, dass die DJG Lüneburg im Generalkonsulat als sehr aktive Gesellschaft wahrgenommen wird.

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(Takao Anzawa, Adele Anzawa, Volker Geball)

Im Anschluss an die Grußworte sang der Naruto-Chor der DJG unter Leitung von Kanae Abe zur Einstimmung einige japanische Lieder, danach erfreuten sich die Gäste an dem umfangreichen Buffet.
Mit der anschließenden Tombola endete das offizielle Programm, es schloss sich ein gemütliches Beisammensein an, bei dem in vielen Gesprächen persönliche Kontakte gepflegt oder auch neu gefunden werden konnten.
Alle Gäste waren sich einig, dass die Veranstaltung ein voller Erfolg war.